MAAM – Museo dell’Altro e dell’Altrove di Metropoliz: der Mond und die Erde

kuratiert von: Giorgio de Finis (Initiator und Kurator des MAAM / Direktor des Museo delle Periferie), Irene Di Noto (Movimento per il Diritto all’Abitare / Metropoliz), Antonella Perin (Leiterin der Kulturprogramme des Goethe-Instituts Rom), Petra Roggel (Kuratorin Ecological Futures / Goethe-Institut), Christian Hiller (Kurator Ecological Futures / ARCH+), Zita Leutgeb (Kuratorin Ecological Futures / ARCH+)
Ort: SCHAU FENSTER, Lobeckstr. 30-35 (U8/M29 Moritzplatz), Raum fur Kunst 10969 Berlin
Links: https://archplus.net/de/der-mond-und-die-erde/
Dank: Das Ecological Futures Residenzprogramm wurde initiiert von ARCH+, dem Goethe-Institut und dem Spreepark Art Space. Das Residenzprojekt „Der Mond und die Erde“ ist eine Kooperation mit dem Goethe-Institut Rom, dem Museo dell’Altro e dell’Altrove di Metropoliz und dem Museo delle Periferie

Das Museo dell’Altro e dell’Altrove di Metropoliz (MAAM) im Osten Roms befindet sich in einer ehemaligen Wurstwarenfabrik, die 2009 besetzt wurde und seither als Wohnort für 200 Menschen dient. Um das Gebäude vor dem Abriss und die Menschen vor der Verdrängung zu schützen, wurden 2012 auf Initiative von Giorgio de Finis Künstler*innen eingeladen, das Fabrikgelände in ein alternatives Museum zu verwandeln. Mit Wandmalereien, Gemälden und Installationen von mehr als 450 Künstler*innen aus aller Welt ist das MAAM so zu einem bedeutenden Ort für zeitgenössische Kunst in der Peripherie von Rom geworden. Nachdem lange Räumung und Abriss drohten, gelang im Oktober 2023 ein Schulterschluss. Die Gemeinde und der Eigentümer der stillgelegten Fabrik vereinbarten die Transformation des MAAM in ein öffentliches Museum und den Bau von zusätzlichen Sozialwohnungen.
In der Ausstellung im SCHAU FENSTER wird die fantastische Geschichte des Metropoliz anhand von künstlerischen Arbeiten, Filmen, Fotografien und Gestaltungsvisionen präsentiert. Gezeigt werden u.a. spekulative Zukünfte für das Metropoliz, die im Rahmen des von ARCH+, Goethe-Institut und der Villa Massino initiierten Projekts „Un’altra casa“ von BeL mit dem Social Impact Studio der HSD Peter Behrens School, María García / María dilemas,  Planbude und raumlabor entworfen wurden.
Eine künstlerische Vision legte bereits im Jahr 2012 den Grundstein für das MAAM. In dem Film „Space Metropoliz“ bauen die Bewohner*innen aus Schrott und recyceltem Material eine Rakete, mit der sie symbolisch zum Mond reisen – zu einem Ort, der niemandem gehört, der frei von Diskriminierung und Ausgrenzung ist, und an dem ein solidarisches Zusammenleben möglich scheint. Die Rakete verkörpert den kollektiven Wunsch nach einem Neuanfang und die Vorstellung einer anderen, gerechteren Gesellschaft. Sie steht für ein visionäres Moment innerhalb einer real prekären Lebenssituation – und für die Kraft künstlerischer Imagination als soziale Praxis.
Fünfzehn Jahre nach der imaginären Reise zum Erdtrabanten präsentieren die Protagonist*innen des Metropoliz das MAAM im Rahmen der Ecological Futures Residenz erstmals umfassend in Berlin mit der Ausstellung und dem Veranstaltungsprogramm. Mittels des Vergleichs zwischen den beiden Himmelskörpern, dem Mond und dem blauen Planeten, wird gefragt: Wie kann öffentlicher Raum neu gedacht werden und mit welchen Tools? Das SCHAU FENSTER wird während der Laufzeit der Ausstellung auch zu einem Forum für Gespräche und Workshops.

zur Ausstellungseröffnung:
17.00 Uhr MAAM: Dalla Terra alla Luna e ritorno / Von der Erde zum Mond und zurück

Einführung und Talk mit den MAAM Initiator*innen des und Projektbeteiligten (in Italienisch und Englisch)

19:00 Uhr Begrüßung durch das kuratorische Team

20.00-23.00 Uhr  Michele Barox

 

Photo: © MAAM by Franco Buoncristiani

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