Schau Fenster

On Flowers / Sag mir, wo die Blumen sind

Eröffnung: 22. März 2024 |
18:00
- 23:00 Uhr
Kunst
Laufzeit: 22.03.2024 -
24.04.2024
Öffungszeiten: Werktags, nach Vereinbarung
Initiator*innen: Jan Kage
Eintritt: Eintritt frei
Ort: SCHAU FENSTER, Lobeckstr. 30-35 (U8/M29 Moritzplatz), Raum fur Kunst 10969 Berlin
Kontakt: SCHAU FENSTER, Lobeckstr. 30-35 (U8/M29 Moritzplatz), Raum fur Kunst 10969 Berlin, www.dasarty.com

On Flowers / Sag mir, wo die Blumen sind
 „Da mir die Worte fehlen Ihnen zu sagen, wie lieb ich Sie habe, schick‘ ich Ihnen die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat“ schreibt Goethe am 24. März 1779 an seine Geliebte Charlotte von Stein. Bei der UNICEF Gala 1962 trägt Marlene Dietrich den ins deutsche übertragenen Anti-Kriegs-Song von Pete Seeger „Sag mir, wo die Blumen sind“ vor, ein Lied nach dem, in ihren Worten, „kein anderes Lied zu singen gut genug ist“.

Blumen haben in emotionalen Situationen oft die Aufgabe, Worte zu ersetzen. Sie verweisen auf ein „Mehr“, auf ein Anderes, das schwer zu greifen ist. Sie öffnen einen vielstimmigen, paradoxen Bedeutungsraum, in dem das Verhältnis des Menschen zur seiner inneren und äußeren Natur angesprochen ist, und in dem sie sowohl Vergänglichkeit als auch Resilienz symbolisieren.

Das SCHAUFENSTER zeigt vom 22. März bis 21. April 2024 eine Gruppenschau, die zeitgenössische Aspekte des Floralen zusammenstellt. Sie fragt: Was ist es, was uns so tief mit Blumen verbindet? Was ist so faszinierend an ihnen, dass sie auch im urbanen Alltag in Abbildungen, Mustern, als Sträuße und Arrangements, in Töpfen und als Gartenschmuck nicht wegzudenken sind? Was sagen sie über unser Verhältnis zur Natur? Über unsere Wahrnehmung? Und können sie uns zu Beginn des Jahres 2024 etwas mitteilen, wo wir mit eskalierenden Kriegen, den Auswirkungen der Klimakatastrophe und Verrohung im politischen Diskurs konfrontiert sind?

On Flowers / Where have all the flowers gone?

„Since I lack the words to tell you how much I love you, I send you the beautiful words and hieroglyphics of nature, with which she hints to us how much she loves us,“ wrote Goethe to his lover Charlotte von Stein on 24 March 1779. At the UNICEF Gala in 1962, Marlene Dietrich performs Pete Seeger’s anti-war song „Sag mir, wo die Blumen sind“, a song after which, in her words, „no other song is good enough to sing“.

In emotional situations, flowers often have the task of replacing words. They point to a „more“, to something other that is difficult to grasp. They open up a polyphonic, paradoxical space of meaning in which the relationship of man to his inner and outer nature is addressed, and in which they can symbolise both transience and resilience.

From 22 March to 21 April 2024, SCHAUFENSTER is presenting a group show that brings together contemporary aspects of floral art. It asks: What is it that connects us so deeply with flowers? What is so fascinating about them that it is impossible to imagine everyday urban life without them in illustrations, patterns, as bouquets and arrangements, in pots and as garden ornaments? What do they convey about our relationship with nature? And can they tell us anything at the beginning of 2024, when we are confronted with escalating wars, the effects of the climate catastrophe and growing brutalisation in political discourse?

 

Participating artists
Jim Avignon, Sascha Boldt, Simon Knab, Alona Harpaz, Rian Heller, Thorsten Alexander Kasper, Maria Kassab, Annett Kuhlmann, Ulrike Mohr, Alina Lutz, Ralf Schmerberg, Selassie, Gabi Schaffner, Susanne Schirdewahn, Dennis Scholl, Bettina Semmer, Kerstin Serz, Sara Umar, Anna Vonnemann, Nicole Wendel, René Wirths

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