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man reiche mir TROST

Die Ausstellung als Forschungsreise zwischen Selbstmitleid und Sehnsuchtsor mit Julija Goyd, Florian Süßmayr, Susanne Weirich, Philipp Schwalb, Kirsten Becken, Christine Volm, Didem Erbaş, Malakoff Kowalski, Anna Bederke kuratiert von Saralisa Volm

man reiche mir TROST…

…doch, worin steckt er? Wo ist der wahre Trost zu finden, was nutzt der falsche? Und wie sind sie überhaupt zu unterscheiden?

Trost ist unser aller Fluchtpunkt, doch dieser bleibt uneindeutig, vielgestalt und mäandernd. Was uns heute hilft, kann morgen schädlich sein. Was den einen tröstet, kann des anderen Leid vergrößern. Der gute Wille zählt nicht, wenn der Versuch zu trösten scheitert.

Die Ausstellung Man reiche mir TROST erforscht das Thema in all seinen Facetten. Sie stöbert zwischen Schokolade und Natur, Absturz und Befreiung, Schmerz und Nostalgie, Porno und dem Mutterleib. Auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit, halb ertrunken im Selbstmitleid, findet jeder andere Antworten auf die simple Frage: Was tun, damit ich mich besser fühle?

Was brauchen wir, um uns zu beruhigen? Oder ist Hektik nicht viel tröstender? Ist es die schnelle Befriedigung oder die Erfüllung eines lang gehegten Traumes, die mich tröstet? Sind es Menschen oder ist es die Ruhe der Einsamkeit? Kann man Trost trinken? Kann man ihn hören? Riechen? Liegt das Heil in der Vergangenheit, im Jetzt oder der Zukunft? Und, wie notwendig ist Trost überhaupt?

Die Idee der Ausstellung besteht darin, Fragen aufzuwerfen, auf die es nur persönliche Antworten geben kann. Statt Lösungen zu bieten, sehe ich die verschiedenen Themen, die sich hinter dem Begriff Trost verbergen als Option, genauso wie die vielfältigen Medien die in der Ausstellung Verwendung finden. Von der Malerei über die Fotografie bis hin zur Installation werden sich die Exponate auf unterschiedlichste Weise ihrem Inhalt widmen und dadurch der Auseinandersetzung mit dem Thema dienen.

Zudem soll sich Ausstellung nicht nur theoretisch mit dem Trost befassen, sondern ihn auch erfahrbar machen. Der Geruch von Wald und Erde, das wärmende Gefühl, nach dem wir uns sehnen, wenn wir Mama rufen oder der Kopfhörer mit den richtigen Klängen. Der Ausstellungsort wandelt sich damit zum Forschungslabor und kann für Manchen sogar zum Trostraum werden. Die Idee ist dabei über das klassische Rezipieren von Kunst hinauszugehen und einen Ort zu schaffen, an dem wir selbst erspüren können, was uns tröstet und zu hinterfragen, was Trost überhaupt sein soll.

Saralisa Volm

 

 

 

Vernissage: So. 02. Oktober 2016, 19 Uhr
Musik: Thomas Lindemann

Finissage: Fr. 18. Oktober 2016, 19 Uhr
Laufzeit: 03.10 – 14.10.2016
geöffnet: Mittwoch – Sonntag von 15:30 – 18:30 Uhr und nach Rücksprache